Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser zur korrekten Anzeige dieser Webseite.

Swiss Science Briefing zu Health Design in Brüssel

Ende April 2026 nahm eine Delegation der ZHdK unter der Leitung von Präsidentin Karin Mairitsch an einer von SwissCore mitorganisierten Veranstaltung in Brüssel teil, um europäische Partnerschaften zu stärken und eine ihrer Vorzeigeinitiativen, das Digital Health Design Living Lab (DHD-LL), vorzustellen. Das DHD-LL, eine Zusammenarbeit zwischen der ZHdK, der Universität Zürich (UZH) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), zielt darauf ab, Innovationen im Gesundheitswesen durch Co-Creation und Interdisziplinarität zu fördern, wobei Methoden zum Einsatz kommen, die von Kunst- und Designprinzipien inspiriert sind.


Unter dem Motto “Co-creating FP10: How design science can help bridge the translational gap from research to health innovation.”bot die öffentliche Veranstaltung zwei hochaktuelle Vorträge zum Thema KI im Gesundheitswesen von Fabiola Curion (Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission) und Prof. Carsten Marr (Institut für KI im Gesundheitswesen, Helmholtz-Zentrum München). Während die digitale Gesundheitsforschung rasante Fortschritte macht und Patienten in ganz Europa enorme Vorteile verspricht, sind ihre Umsetzung und klinische Anwendung noch lange nicht selbstverständlich. Prof. Anna Lisa Martin-Niedecken, Leiterin des Instituts für Designforschung der ZHdK und des DHD-LL, stellte dem Publikum die Initiative vor und argumentierte, dass Kunst- und Designmethoden entscheidend sind, um das transformative Potenzial der Gesundheitsforschung freizusetzen. Ihre Stärken liegen darin, implizites Wissen sichtbar zu machen, Komplexität verständlich darzustellen, Menschen und Kontext einzubeziehen und disziplinäre Grenzen zu überbrücken – und das alles auf eine höchst ko-kreative Weise. Dies wurde anhand der Methodiken des DHD-LL veranschaulicht, zu denen komplementäre Forschungsansätze wie Bodystorming, Wizard of Oz und Fly-on-the-Wall gehören.
In einer anschliessenden interaktiven Co-Creation-Sitzung loteten die Teilnehmenden Möglichkeiten aus, die Sozial- und Geisteswissenschaften besser in die laufenden FP10-Diskussionen zu integrieren. Zu den wichtigsten Themen, die sich aus der Sitzung ergaben, gehörten die Notwendigkeit von Flexibilität, Vorhersehbarkeit und Interdisziplinarität. An der Abschlussdiskussion nahmen neben Prof. Martin-Niedecken und Prof. Marr auch Pawel Świeboda (Senior Fellow Neurotechnology, CFG) und Brigita Serafinavičiūtė (Forschungsattaché, Ständige Vertretung Litauens bei der EU) teil, die darüber reflektierten, wie Kunst und Design effektiver in EU-Forschungskonsortien eingebettet werden könnten und welche politischen Hebel diese Integration erleichtern können. 


Die Veranstaltung bot der ZHdK eine hervorragende Gelegenheit, mit Entscheidungsträgern in Brüssel in Kontakt zu treten und zu zeigen, wie innovative Methoden die europäische Forschung und Innovation bereichern können.
 

Swiss Core x ZHdK